Web 2.0 Lexikon

Seeding

Begriff kommt aus dem Bereich Online Marketing und bedeutet das gezielte Platzieren von Inhalten und Botschaften in den relevanten Netzwerken. Ein gezieltes Seeding legt die Basis für eine virale Marketing-Kampagne.

Selectives

Als Selectives bezeichnet man Nutzer mit geringer Frequenz, geringem Engagement in Social Media Kanälen.

SEO

Search Engine Optimization (= Suchmaschinenoptimierung) Beinhaltet alle Aktivitäten, die darauf abzielen, bei Google oder anderen Suchmaschinen möglichst weit oben in den Trefferlisten zu landen.

Shitstorm

Sturm öffentlicher, massenhaft auftretender Entrüstung im Web. In dem Vortrag „How to survive a shit storm“ auf der re:publica 2010 definiert der Blogger Sascha Lobo den Shitstorm als eine „subjektiv große Anzahl von kritischen Äußerungen […], von denen sich zumindest ein Teil vom ursprünglichen Thema ablöst und [die] stattdessen aggressiv, beleidigend, bedrohend oder anders attackierend geführt [werden].“ Demnach beschreibt der Begriff eine plötzlich auftretende, sachfremde und häufig beleidigend geführte Diskussion einer breiteren Netz-Öffentlichkeit. Damit beinhaltet der Shitstorm nicht nur einen erwartbaren Gegenwind, sondern die unkontrollierbare Eigendynamik einer Reaktion, die Äußerungen und Handlungen hervorrufen können.

Social Commerce

Aktive, persönliche Beteiligung der Kunden im e-Commerce. Kunden kommunizieren untereinander und haben gegebenenfalls die Möglichkeit, Produkte mit zu gestalten.

Social Engineering

Ausspähversuche in sozialen Netzwerken mit dem Ziel, über die virtuellen zwischenmenschlichen Kontakte unberechtigt an Informationen oder technische Infrastrukturen von Unternehmen zu gelangen.

Social Graph

Zeigt grafisch die Beziehungen, die ein Internet-Nutzer weltweit aufgrund seiner Kontakte und Aktionen in den sozialen Netzwerken unterhält.

Social Media

Soziale Medien (dt.) ermöglichen den Nutzern den Wechsel vom Leser zum Autor von Inhalten. Durch die Kreation, den Tausch und die Weiterverarbeitung von nutzerbasierten Inhalten ermöglicht Social Media eine selbstorganisierte Interaktion und Kommunikation über Plattformen zum Beispiel Weblogs, Wikis und Social Networks. In den dynamischen Mitmachplattformen agieren die Nutzer sowohl als souveräne Produzenten von Informationen als auch als Rezipienten. Die Grenzen zwischen Konsumenten und Produzenten verschwimmen, es entstehen die so genannten Prosumenten.

Social Media Guidelines

im Deutschen auch als Social Media Richtlinien bezeichnet. Guidelines gehören wie die Social Media Policy zur Social Media Strategie, die Basis für jede Aktivität in den sozialen Medien sein sollte. Social Media Guidelines haben „Leitplankenfunktion“, sind im Vergleich zur Policy eher als Ratschlag oder Empfehlung zu sehen. Ziel von Guidelines ist es, Mitarbeitern Hilfen für ein sicheres Auftreten in Social Media zu geben und sie zu ermutigen, statt ihnen Angst zu machen.

Social Media Hub

Als Social Media Hub bezeichnet man eine Seite, auf der alle Social Media Aktivitäten gebündelt und dokumentiert werden.

Social Media Monitoring

Die systematische Beobachtung und Analyse von Social Media Beiträgen in Diskussionsforen, Blogs, Microblogging-Portalen und Social Communities. Ziel ist es, einen Ein- und Überblick in Themen und Meinungen im Social Web zu erlangen. Social Media Monitoring-Tools helfen, relevante Quellen im Social Web zu identifizieren, zu beobachten und zu analysieren.

Social Media Monitoring-Tools

Die Social Media Landschaft ist mittlerweile so groß geworden, dass ein umfassender Überblick nur noch mit geeigneten Monitoring-Tools gelingt. Die Auswahl ist riesig, wobei die einzelnen Tools sich stark unterscheiden. Darüber hinaus gibt es kostenlose und kostenpflichtige Monitoring-Tools. Marktübersichten verschaffen einen Überblick auch mit Blick auf unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Social Media Policy

regelt, was in einem Unternehmen beim Umgang mit sozialen Medien gesetzlich zulässig und was verboten ist, sichert das Unternehmen rechtlich ab.

Social Navigation

Konzepte, mit denen sich User am Navigationsverhalten anderer Nutzer orientieren können. Es ist zum Beispiel darstellbar, welche Produkte ein User, der ein Produkt, für das man sich interessiert, gekauft hat, außerdem erworben hat.

Social Networking

Das Herstellen und Nutzen sozialer Kontakte mittels spezieller Websites (Facebook, StudiVZ, YouTube, Xing & Co.), die die Kommunikation der Nutzer untereinander und die Suche nach Nutzern mit bestimmten Eigenschaften ermöglichen. Social Networking verändert die Rolle von Information im Kommunikationsprozess. Die klassische Sender-Empfänger-Beziehung zwischen Kommunikator und Rezipient ist aufgehoben.

Social Networks

Plattformen respektive Portale, die Netzgemeinschaften beherbergen (MySpace, StudiVZ, Facebook, Xing, YouTube etc). Da die Benutzer eigene Inhalte (User Generated Content) erstellen, spricht man auch von Social Media. Benutzer solcher Webseiten können in der Regel ein persönliches Profil von sich entwerfen, um sich selbst vor- bzw. darzustellen und so andere User von sich zu überzeugen. Man lernt hier Bekannte oder Freunde kennen, und kann diese in sein Profil einbinden.

Social News

Anwendung im World Wide Web, bei der Benutzer Hinweise auf Nachrichten oder Inhalte auf einer anderen Website, versehen mit einem Kurzkommentar, einstellen. Andere Benutzer können die Beiträge bewerten. Die populärsten Beiträge kommen auf die Homepage. Die Benutzer entscheiden, welche Nachrichten verbreitet und prominent positioniert werden. Aus diesem Grund spricht man auch von einer Nachrichten-Community.

Social Payment

Der Begriff bezeichnet eine freiwillige Kleinabgabe für meist immaterielle Güter im Internet. Es ist somit ein Ansatz von Paid Content. Der Unterschied besteht jedoch in der Freiwilligkeit. Social Payments werden nur für Projekte gewonnen, die bereits veröffentlicht sind (im Unterschied zu Croudfunding, wo der Spendenaufruf dazu dient, das Projekt überhaupt erst zum Leben zu erwecken). Bekannte Beispiele für Social Payment-Anbieter sind Flattr und Kachingle. Flattr wurde von Peter Sunde und Kachingle von Cynthia Typaldos gegründet.

Social Software

Unter Social Software versteht man all die Anwendungen, die die Kommunikation, Interaktion und Kollaboration im Netz unterstützen. Sie sind einerseits Mittel zur Anbahnung und Aufrechterhaltung sozialer Beziehungen, andererseits erleichtern sie die Projektarbeit über verteilte Standorte und fördern den Informationsaustausch. E-Mail, Instant Messaging und Groupware-Applikationen zählen zu den altbekannten – neu hingegen sind Anwendungen wie Weblogs, Wikis, Social Bookmarking-Dienste. Die Systeme dienen dazu, Gemeinschaften aufzubauen und zu pflegen, in der Regel über das Internet und meist selbst organisiert. Mal enger, mal breiter ausgelegt, existieren unterschiedliche Definitionen dieses Begriffs.

Socke/Sockenpuppe

ein Fake-Account oder Mehrfachkonto, das in den sozialen Medien missbräuchlich dazu verwendet wird, unter falschem Namen Community-Regeln zu untergraben und im Netz mit mehreren Stimmen zu sprechen, um die Diskussion zu stören. Der Begriff taucht insbesondere bei Wikipedia auf. Hier stellt die Verwendung mehrerer Benutzerkonten in Wahlen, Abstimmungen und Meinungsbildern, bei einer Vandalismusmeldung, zur Umgehung einer Sperre, zum Vortäuschen einer Mehrheit auf Diskussionsseiten, zum Führen von Edit-Wars zum zeitnahen, gemeinsamen Editieren in einem Artikel oder zum Austragen persönlicher Konflikte Missbrauch dar, der zu einer Sperre aller betroffenen Benutzerkonten führen kann.

Spam

Als Spam oder Junk (englisch für „Plunder“, „Ramsch“‘) werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt werden und häufig werbenden Inhalt haben. Dieser Vorgang wird Spamming oder Spammen genannt, der Verursacher Spammer.

Spectators

Beobachter, Zuschauer. Personen, die zwar auf Social-Media-Plattformen präsent sind, jedoch nur die Inhalte, die andere erstellt haben, konsumieren. Spectators lesen Blogs, Online-Foren und Kundenbewertrungen, sie hören Podcasts oder schauen Videos anderer Nutzer.

Spider

Spider (auch Webcrawler) sind Programme, die sich durch das Internet bewegen und Webseiten erfassen, um sie für die spätere Indexierung durch Suchmaschinen verwenden zu können. Spider kommen vor allem in Suchmaschinen zum Einsatz. Spider werden auch eingesetzt, um Daten zu sammeln, zum Beispiel mit „mailto“ gekennzeichnete E-Mail-Adressen, um Spam-Mails zu generieren.

Stream

Daten- oder Nachrichtenstrom.

Streaming

Eine komprimierte Datei wird in kleinere Pakete zerteilt und über einen digitalen Kanal übertragen.

SWYN

Steht für “Share with your Network” und bedeutet, dass User interessante Web-Inhalte über Social-Media-Buttons (Twitter-, Facebook-, MySpace-, Xing- und/oder LinkedIn-Button) unter einem Artikel mit ihrem Social Network teilen können. Die Integration der Social Media-Buttons in einen E-Mail-Newsletter erfordert die Nutzung bestimmter Software wie Sitepackage oder der E-Mail-Service-Provider Silverpop oder Inxmail