Web 2.0 Lexikon

Mashup

Der Begriff steht für die Darstellung neuer Medieninhalte durch das Zusammenführen (Vermischen) der Inhalte verschiedener Websites. Zum Einsatz kommt die Technik häufig in Kombination mit Google-Maps. Immobilienmakler nutzen es beispielsweise, um anzuzeigen, wo sich ihre angebotenen Objekte befinden. So genannte offene Schnittstellen, über die ein Softwaresystem mit einem anderen verbunden werden kann, machen dieses Vermischen möglich.

Mavens

So genannte Mavens stechen durch eine hohe Frequenz an Beiträgen in den sozialen Medien hervor und haben ein großes Engagement in vielen Social Media Kanälen. Mavens fungieren als Meinungsmacher und Referenzgeber.

Media Literacy

Medienkompetenz. Über die Lese- und Schreibkompetenz hinaus geht es darum, Kommunikation im Allgemeinen und Medien zu verstehen und zu hinterfragen. Media Literacy bedeutet also, Medieninhalte selbst gestalten zu können und darüber hinaus in der Lage zu sein, Inhalte von Medien zu analysieren und zu evaluieren.

Mem

Das Wort Mem wurde (analog zum „Gen“ in der Biologie) bereits 1976 von dem Evolutionsbiologen und Skeptiker Richard Dawkins geprägt, um die kleinste „Einheit von Ideen“ zu umschreiben, aus denen unser Bewusstsein aufgebaut ist, und die von einer Person zur nächsten weitergegeben werden kann. Meme könnte man auch als Gene der Kultur bezeichnen. Später wurde das Konzept von Memen, welche nicht nur unser Bewusstsein steuern, sondern auch Kulturen prägen, von prominenten Wissenschaftlern wie Dennett, Boyd, Richerson und Cavalli-Sforza weiterentwickelt. 1999 schrieb Susan Blackmore eine umfassende Einleitung in das Feld der Memetik, die unter dem Titel „The Meme Machine“ erschien. Blackmores Definition stellt ein Mem als Informationseinheit dar, „…which is passed on by imitation“ – also eine Mode, ein Trend, ein Verhaltensmuster, eine Struktur, eine Idee, die von einer Person zur nächsten weitergereicht wird und so weite Bevölkerungskreise infizieren kann. Meme sind für virales Marketing hauptsächlich interessant, weil man so genannte memetische Trigger ableiten kann – also Auslöser oder Auslöserstrukturen, die es einer Idee ermöglichen, sich im Verdrängungswettbewerb erfolgreich gegen andere Ideen durchzusetzen.

Memetik

Analog zur Genetik, der Wissenschaft der Gene, beschäftigt sich die Memetik mit einem anderen Replikator – den Memen. Meme sind kleinste gedachte Informationseinheiten, die sich ihrer Träger, den Menschen, als Wirte bedienen, um sich fortzupflanzen.

Microblogging

Microblogging gilt als eine Form des Bloggens, bei der die Benutzer kurze Textnachrichten über einen Dienst im Netz veröffentlichen können. Die Länge dieser Kurznachrichten beträgt 140 bis maximal 200 Zeichen. Die einzelnen Postings sind entweder privat oder öffentlich zugänglich und werden wie in einem Blog chronologisch dargestellt. Beim Microblogging können Nachrichten meist über verschiedene Kanäle – SMS, E-Mail, Instant Messaging oder das Web – erstellt oder abonniert werden. Der derzeit angesagteste Microblogging-Dienst ist Twitter.

Micropage/Microsite

Micropages oder Microsites bezeichnen eine schlanke Website mit nur wenigen Unterseiten und geringer Navigationstiefe innerhalb eines Internetauftritts. Die Microsites sind optisch von der eigentlichen Website unabhängig und bilden thematisch und gestalterisch eine eigenständige Internetpräsenz. Vergleichbar mit Sonderseiten in einer Zeitung behandeln Micropages meist ein spezifisches Thema oder widmen sich einem spezifischen Gegenstand. Als Ergänzung zur Hauptpräsenz können Micropages Besucher gezielt ansprechen und werden häufig für Werbezwecke/Verkaufsaktionen genutzt. Als Aktionsseiten können sie als ein interaktives Bestell- und/oder Informationssystem fungieren. Microsites können auch zur Umsetzung einer Kampagne genutzt werden. Microsites sind ein günstiges Tool zur Suchmaschinenoptimierung.