Web 2.0 Lexikon

Chat

Kommt von to chat = plaudern, sich unterhalten und bezeichnet elektronische Kommunikation in Echtzeit, meist über das Internet. Die ursprünglichste Form des Internet-Chats ist der reine Textchat, bei dem nur Zeichen ausgetauscht werden können. Mittlerweile kann – je nach System – eine Ton- und/oder Videospur dazukommen bzw. den Textchat ersetzen. Man spricht dann von „Audio-“ bzw. „Videochat“. Voraussetzung für einen Chat ist, dass die „Gesprächspartner“ gleichzeitig auf der entsprechenden Plattform eingeloggt sind. (siehe auch Instant Messaging)

Cloud Computing

bedeutet das Auslagern von IT-Leistungen (Daten, Software), die bisher in der eigenen Firma bereitgestellt wurden, ins Internet zu externen Dienstleistern. Aufwendige Aktualisierungen des Systems sind damit passé; Verwaltungskosten lassen sich reduzieren. Eine Netzwerkverbindung und einen Zugang zur „Wolke“ vorausgesetzt, können die Daten von jedem Ort der Welt mit einem beliebigen Endgerät abgerufen werden. Derzeit werden verschiedene Sicherheitsstandards beim Transportieren und Speichern der Daten diskutiert.

Collectors

Sammler. Nach Li/Bernoff nutzen sie RSS-Feeds, taggen Fotos und Webseiten, nehmen an Online-Abstimmungen teil.

Community/Online-Community

Gemeinschaft der Menschen, die online vernetzt sind und Erfahrungen, Wissen, Informationen etc. austauschen.

Copycat

Copycat meint ein Unternehmen, das eine Geschäftsidee aus einem anderen Markt kopiert hat.

Creative Commons (CC)

Non-Profit-Organisation, die in Form vorgefertigter Lizenzverträge eine Hilfestellung für die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte anbietet. CC-Lizenzverträge sind eine Form der Open-Content-Lizenzen, die von den Urhebern übernommen und in eigener Verantwortung verwendet werden, um klarzustellen, was mit den Inhalten ihrer Webseiten geschehen darf und was nicht. CC-Lizenzen richten sich als so genannte „Jedermannlizenzen“ an alle Betrachter dieser Inhalte gleichermaßen. Das bedeutet, dass jeder mit einem CC-lizenzierten Inhalt mehr machen darf als das Urheberrechtsgesetz erlaubt. Welche Freiheiten genau zusätzlich geboten werden, hängt davon ab, welcher der sechs CC-Lizenzverträge zum Einsatz kommt. Open-Content-Lizenzen fördern die Verbreitung und Weiterverarbeitung digitaler Inhalte.

Creators

extrem aktive Social-Media-User. Nach Li/Bernoff, die Onliner entsprechend ihres Nutzungsverhaltens in sechs „Social Technographics Profiles“ einteilen, Schöpfer, die initiativ Inhalte erstellen und veröffentlichen. Creators betreiben einen Blog, eine Website, laden eigene Videos, Audio- und Musikinhalte hoch und veröffentlichen eigene Texte.

Critics

Kritiker, erstellen und veröffentlichen Inhalte reaktiv und partizipativ. Sie veröffentlichen zum Beispiel Bewertungen und Erfahrungsberichte zu Produkten und Dienstleistungen, kommentieren Blogs, beteiligen sich an Online-Foren oder Wikis.

Crowdsourcing

Jeff Howes Wortneuschöpfung (Wired Magazine) aus dem Jahr 2006 setzt sich aus den englischen Begriffen Crowd und Outsourcing zusammen. Es bezeichnet das Auslagern von Dienstleistungsaufgaben, nicht wie beim Outsourcing an Drittunternehmen, sondern involviert eine Gruppe von Internetnutzern außerhalb der Strukturen eines Unternehmens. Der Rahmen – Teilnahmebedingungen, Software, Zeitraum, Incentivierung – zur Generierung unterschiedlicher Mehrwerte für einen Auftraggeber (Unternehmen, Dienstleister, Webplattform, Einzelperson) – sollte klar definiert werden. Bekannte Beispiele für Crowdsourcing sind Wikipedia und Tchibo.

Crowdfunding

Beim Crowdfunding geht es um die Finanzierung von Projekten und Geschäftsideen von Privatpersonen. Als Kapitalgeber fungiert in der vernetzten Welt des Web 2.0 die anonyme Masse, die von der Idee überzeugt werden will, um sie zu freiwilligen Investitionen zu bewegen. Auf speziellen Plattformen wie zum Beispiel Startnext, Kickstarter, GoFundme oder SellaBand wird die Projektidee präsentiert; der Crowdfunder kann das Projekt über die Plattform mit einem individuellen Geldbetrag unterstützen. Das Projekt muss klar definiert sein (z.B. in Form einer Ausschreibung). Die Aktionen sind zeitlich limitiert. Meist wird ein fester Geldbetrag ausgewiesen, der für die Realisierung des Projektes notwendig ist. Ist das Projekt nicht umsetzbar, weil der festgelegte Betrag nicht zusammenkommt, wird das bis zu diesem Zeitpunkt gewonnene Geld den Crowdfundern zurückerstattet. Bei Realisierung des Projektes erhalten die Crowdfunder für ihren Einsatz und als Dankeschön eine Gegenleistung (z.B. Rechte, Geld, Sachleistungen). Aber auch ideelle Gegenleistungen für die Unterstützung sind möglich.