PR-Nr. 50100-0223-08/2013
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Zukunftsorientiert Ressourcen nutzen

Der am 13. und 14. September 2013 im A2 Forum in Rheda-Wiedenbrück stattfindende „Fachkongress für aktiven Klimaschutz – Energie effizient nutzen“ verfolgt übergeordnete Ziele. Der Kongress, der von der Stadt Rheda-Wiedenbrück in Kooperation mit der GARANT Gruppe und mit Unterstützung der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz DENEFF organisiert wird, will Fachbesuchern (am ersten Tag) und inter-essierten Bauherren und Immobilien-Eigentümern Entscheidungsgrundlagen für energetisches Bauen und Modernisieren sowie zur Reduzierung der Energiekosten bieten. 22 Fachreferenten und eine begleitende Ausstellung vermitteln Wissenswertes über nachhaltige ökologische Energielösungen.

„Wir wollen aufklären und sensibilisieren sowie über ganzheitliche Konzepte von der Heizung über die Wasserversorgung und das Lichtkonzept bis hin zur Gebäudedämmung beraten“, erklärt Projektleiter Norbert Tietz von der GARANT Gruppe das Kongress-Konzept, wobei ihm viel an verantwortungsvollen ökologischen Energielösungen liegt. Die Begründung und die bei Kommunen, Industrie und Handel sowie im Privatbau realisierbaren Lösungen erläutern die Vorträge der zweitägigen Veranstaltung.

1. Kongresstag: die globalen Themen

Der erste Kongresstag, der Fachbesuchern vorbehalten ist, konzentriert sich mit seinem Programm auf künftige technische und politische Entwicklungen. Spitzenreferenten wie Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, unter anderem Co-Präsident des Club of Rome, und Dipl. Ing. Architektin Anette von Hagel, die seit zehn Jahren das Thema Nachhaltiges Bauen in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben begleitet, referieren über die globalen Rahmenbedingungen des nötigen Klimaschutzes und der Energiewende.

Ministerialrat Dipl.-Ing. Peter Rathert, Referatsleiter für Gebäudetechnik und technische Fragen des energiesparenden Bauens im Bundesministerium für Verkehr, Bauwesen, Städtebau und Raumordnung, erläutert anhand der Energieeinsparverordnung (EnEV) die politischen Umsetzungsvorgaben. Als wichtiges Instrument der Energiepolitik im Gebäudebereich enthält die EnEV im Wesentlichen Anforderungen an die energetische Qualität von Neubauten, an die Modernisierung von Gebäuden, an die Anlagentechnik und an Energieausweise. Ihre Regelungen dienen vorrangig der Energieeinsparung von Energie im Gebäudebereich. Die zuletzt am 1. Oktober 2009 novellierte Verordnung sollte längst erneuert werden. Da der Bundesrat das Thema allerdings nicht mehr beraten hat, ist die nötige Novellierung erst nach der Bundestagswahl möglich. Da die Novelle die Einführung des so genannten Niedrigstenergiegebäude-Standards und die Qualitätssicherung bei Energie-ausweisen behandelt, ist die Verabschiedung der neuen Verordnung nach Ansicht von Ministerialrat Rathert dringend nötig.

Warum der Klimaschutz für Kommunen wichtig ist?

Die rechtlich verbindlichen Vorgaben sind nicht zuletzt auch erforderlich, da der bisher eingeleitete und erfolgreiche kommunale Klimaschutzprozess ein zentrales Element der Stadtentwicklung zur Gestaltung einer auch in der nächsten Generation noch zukunftsfähigen Stadt ist. Diese Ansicht vertritt nicht nur Dipl.-Ing. Andreas Hübner in seinem Vortrag. Als Gesellschafter und Prokurist der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft in Essen, die sich auf Energiekonzepte und Beratung spezialisiert hat, verfügt Hübner über umfassender Erfahrung in der konzeptionellen Entwicklung, Organisation und Umsetzungsbegleitung von Konzepten und Projekten im Themenfeld kommunaler Klimaschutz. In seinem mit Praxisbeispielen hinterlegten Vortrag setzt sich Hübner mit der Frage auseinander, warum sich eine Stadt angesichts begrenzter Personal- und Finanzressourcen überhaupt mit dem Klimaschutz beschäftigen und liefert die Antwort gleich mit: Der Nutzen lässt sich monetär erfassen!

Große Potenziale für mehr Energieeffizienz schlummern in der Industrie

Dr. Hubertus Bardt, Leiter des Kompetenzfeldes Umwelt, Energie, Ressourcen am Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, stellt in seinem Vortrag die Frage, ob Energieeffizienz in der Industrie ein dezentraler Beitrag zur Energiewende sein kann. Schließlich sei die Industrie als einer der wichtigsten Energieverbraucher geradezu aufgefordert, über eine erhöhte Energieeffizienz der allgemein verschlechterten Kostensituation zu begegnen. Tatsächlich, so Dr. Bardt, steht die deutsche Industrie im internationalen Vergleich der Energieeffizienz sehr gut da. Trotzdem gibt es immer noch große Potenziale für mehr Energieeffizienz und Flexibilität, die für eine erfolgreiche Energiewende gehoben werden müssen, fordert der Referent.

Der 1. Kongresstag schließt mit einem so genannten Dinner Speech, für den Carsten Müller, Assmann Beraten + Planen GmbH und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. – DENEFF in Berlin, gewonnen wurde. Müller bezeichnet die Energieeffizienz weltweit als den ökonomischen, ökologischen und sozialen Imperativ des 21. Jahrhundert. Dabei kritisiert er, dass in den letzten Monaten von den politischen Akteuren viele Chancen verpasst wurden, um Bürger und Wirtschaft von steigenden Energiekosten zu entlasten und die heimischen Vorreiterunternehmen zu stärken. Nach der Bundestagswahl müssen, so Müller, die richtigen Weichen gestellt werden.

2. Tag: Immobilienbesitzer im Fokus

Welches ist das richtige System für mein Haus?

Dipl.-Ing. Tobias Timm, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur Weserbergland, schöpft aus seiner Erfahrung als Berater für Politiker, Kommunalverwaltungen sowie Energieversorgungsunternehmen. In seinem Vortrag befasst er sich mit Lösungsvorschlägen auf die Frage, welches System für das eigene Haus das richtige ist. „Eine generelle Antwort darauf gibt es nicht“, sagt Müller, das für den effizienten und kostengünstigen Betrieb einer Anlage das gute Zusammenspiel zwischen dem Energiestandard des Gebäudes (z.B. unmodernisierter Altbau oder Passivhaus), der Art des Wärmeverteiler-systems (z.B. Heizkörper oder Luftheizung) und letztendlich dem Wärmeerzeuger selbst entscheidend ist. Vor der Entscheidung für oder gegen einen bestimmten Wärmeerzeuger sollte daher unbedingt die Eignung im Gesamtsystem überprüft werden, empfiehlt Tobias Timm. Klar und verständlich erläutert der Referent die Voraussetzungen, die Grundlagen für eine Entscheidung bieten.

„Energetisch modernisieren rechnet sich“ – davon ist Ferenc Ellermann, Gründer und Vorstand der Energetrium AG in Köln, überzeugt und zeigt dies in seinem Vortrag an Hand eines Beispiels auf. Der persönliche Beitrag zum Umweltschutz und ein steigender Wohnkomfort sind gute Gründe, sich für energetische Maßnahmen zu entscheiden, um den eigenen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß zu reduzieren. Final entscheidend ist in den meisten Fällen aber die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen. Nur, wenn sich eine energetische Modernisierung für den einzelnen Hauseigentümer rechnet, fällt die Entscheidung auf der Basis einer detaillierten Beratung zum Handeln, erläutert Ferenc Ellermann.

Dämmverfahren amortisieren sich in wenigen Jahren

Dämmung ist hässlich, teuer, unwirtschaftlich und gesundheitsgefährlich. Auf dieses Vorurteil geht Arnold Drewer, Inhaber und Geschäftsführer des IpeG Institutes für preisoptimierte energiesparende Gebäudesanierung GmbH sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied des Energie Impuls OWL e.V. und der DENEFF, ausführlich ein.

In seinem Vortrag unter dem Titel „Energieeffiziente Sanierung leicht gemacht“ erläutert er, dass sich 10 Dämmverfahren „rund um das ganze Haus“ in wenigen Jahren amortisieren. Punkt für Punkt, plausibel und anschaulich, entkräftet Drewer in seinem Vortrag die Vorurteile. Er benennt gleichzeitig hocheffiziente Dämmverfahren „für jedermann“ und „für jeden Geldbeutel“. Dabei lässt er nicht aus, dass einige Dämmverfahren von erfahrenen Handwerkern selbst durchzuführen sind. Drewer beantwortet, wie dickt gedämmt werden sollte, was der Gesetzgeber vorschreib und was förderungswürdig ist.

Vor Ort Beratung im lokalen Umfeld

Dipl.-Ing. Ursula Thering gestaltet seit 1995 beim Kreis Gütersloh als Projektleiterin die Klimaschutzaktivitäten auf Kreisebene. Seit 2007 ist sie in der Koordinierungsstelle Energie und Klima als Energieteamleiterin für den European Energy Award, für die Energieberatungsinitiative ALTBAUNEU und eine intensive Vernetzung der Klimaschutzarbeit verantwortlich. Sie erklärt, dass neben einer kostenfreien, neutralen Erstberatung an drei Standorten interessierte Bürger im Rahmen von Aktionen eine qualifizierte und kostengünstige Energieberatung bei sich zu Hause erhalten. Schwerpunktmäßig geht sie dabei auf die im Herbst in fünf Kommunen stattfindende Solar-Beratungsaktion ein. Was sich konkret hinter den Energieberatungsangeboten verbirgt, welches Angebot für wen geeignet ist, welche Kosten entstehen und bei wem sich Interessierte melden können, erfahren Zuhörer dieses Vortrages.

Dipl.-Biologin Dorothee Kohlen ist seit 1993 Umweltberaterin bei der Stadt Rheda-Wiedenbrück. Sie ist seit 2007 Teamleiterin für den European Energy Award und hat die Federführung beim Klimaschutzkonzept. Durch Kooperation mit der Verbraucherzentrale kann sie den Bürgern der Stadt regelmäßige Beratungstage im Rathaus anbieten. Ihren Erfahrungshintergrund bezieht sie auch aus der Kooperation mit dem Projekt ALTBAUNEU des Kreises Gütersloh. Sie weist in ihrem Vortrag darauf hin, dass sich die Stadt Rheda-Wiedenbrück an Aktionen wie Haus-zu-Haus-Beratung, Thermografieaktion oder einer Kampagne über den hydraulischen Abgleich beteiligt. Aktuell können sich Rheda-Wiedenbrücker Hausbesitzer für die Solar-Beratungsaktion anmelden.

Attraktive Fördermittel nutzen

Es gibt mindestens drei gute Gründe für die energetische Sanierung des Wohnhauses – Energiepreise, Klimawandel und attraktive Fördermittel. Fördermittel sind bekanntlich ein Instrument der Politik zur Erreichung politischer Ziele. Sie bieten Investitionsreize und tragen zur mittelfristigen Kostenersparnis bei. Über die aktuellen Fördermöglichkeiten für energetische Maßnahmen informieren die Vorträge am zweiten Kongresstag.

Der Referent Axel Kirschberger ist seit 2003 bei der Volksbank Gütersloh eG als Bereichsleiter für den Bereich „Rund um die Immobilie“ verantwortlich. Sein Engagement für Nachhaltigkeit beweist der Prokurist seit 2009 als Koordinator und Sprecher des bankinternen Kompetenzboards „Grün“. Seit 2011 ist er Vorstand der GrünEnergie eG.

Als weitere Referentin spricht Evelyn Leipold über die aktuellen Fördermöglichkeiten. Sie ist Abteilungsdirektorin, Prokuristin und Gen. Betriebswirtin bei der WGZ Bank in Düsseldorf. Ihr Betätigungsfeld ist im Bereich Vertriebsmanagement der Bereich Investitionsförderung. Seit 2005 ist die Vertriebsmanagerin zuständig für die Betreuung der Volksbanken in Münster, Nördliches Münsterland und Ostwestfalen. Darüber hinaus referiert sie bei Terminen von Banken, Wirtschaftsförderern, Akademien und Kundenveranstaltungen und ist Gremiumsmitglied bei Unternehmerinnenbrief NRW in Münster.

Beide Referenten stehen als Experten nach ihren Vorträgen auch als Gesprächspartner zur Verfügung.

Weitere Informationen und Zeitpläne für die Vorträge unter: www.fachkongress-energieeffizienz.de

Hochauflösende Bilder

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Bildtext 1: Das Plakat zum Fachkongress Energieeffizienz wirbt regional speziell für den Besuch am Publikumstag am 14. September 2013 im A2 Forum.


Bildtext 2: Norbert Tietz, Projektleiter für den Fachkongress Energieeffizienz innerhalb der GARANT Gruppe: „Wir wollen aufklären und sensibilisieren sowie über ganzheitliche Konzepte von der Heizung über die Wasserversorgung und das Lichtkonzept bis hin zur Gebäudedämmung beraten.“ Foto: GARANT Gruppe

Garant Gruppe

Die Garant Gruppe ist eine Verbundgruppe für nationales und internationales Möbelhandelsmarketing mit 4.000 Handelspartnern in 19 Ländern.

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