PR-Nr. 30400-0015-11/2014
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Febrü-Hausmesse – Herford, 28./29. November 2014

Projekt RAUM ZUM … der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur zeigt Zukunftsperspektiven

Anlässlich der Febrü-Hausmesse am 28 .und 29. November 2014 tagt eine Jury, um die besten Arbeiten aus dem Projekt RAUM ZUM … der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur in Kooperation mit dem Herforder Büro­möbelhersteller Febrü auszuzeichnen. Das Projekt startete im April 2014. 15 Studentinnen und Studenten im Bachelor Studiengang (6. Semester) lernten die Produktionsbedingungen des Büromöbelherstellers kennen. Im Gegenzug hatte Febrü Gelegenheit, in die Architekturwelt der Hochschule einzutauchen.

Professor Ulrich Nether, der den Lehrstuhl für Produktdesign und Ergonomie mit dem Forschungsschwerpunkt PerceptionLab der Detmolder Schule für Architek­tur und Innenarchitektur innehat, begleitete und moderierte das als Semesterar­beit angelegte Projekt. Das Febrü-Engagement beinhaltete nicht nur die inten­sive Unterstützung im Sommersemester 2014, sondern enthält die Option, in­teressante Ansätze gemeinsam mit den Verfassern weiterzuführen. Die Auslo­bung des Wettbewerbs, der die besten Entwürfe mit 500, 300 und 100 Euro dotieren wird, hatte der geschäftsführende Gesellschafter Udo Donges spontan beim Projektstart beschlossen. Zur Jury gehörten Prof. Ulrich Nether, Udo Donges, Gerhard Homburg, Febrü-Gesellschafter, und Brunhild Redeker, Febrü-Marketing.

Professor Ulrich Nether beschreibt das Projekt aus seiner Sicht:

“RAUM ZUM…“

Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Nether, Produktdesign und Ergonomie, Forschungsschwerpunkt PerceptionLab, Hochschule Ostwestfalen- Lippe, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur 

Die Industrie gibt uns vor, wie unsere Arbeitsplätze aussehen sollen. Dabei spie­len durchaus menschbezogene Faktoren eine Rolle. Dennoch ist der Blick durch das herkömmliche Bild vom Büro verstellt. Doch es gibt auch andere Beispiele, die zum Teil zunächst faszinieren und bei näherem Hinsehen dann zugleich er­schrecken, wie die Google Offices, die eher wie stylishe Wohnumgebungen, Hotels oder Bars anmuten, auf der anderen Seite aber die Mitarbeiter vollständig für die Arbeit vereinnahmen, ohne dass es noch Grenzen gibt.

Arbeit ist im Wandel, nicht nur technologisch, sondern auch von den Ansprüchen her. Im stärker werdenden „War for Talents“ spiegelt sich eine radikale Verände­rung: Nicht nur das höchste Gehalt ist dafür ausschlaggebend, ob eine Stelle at­traktiv ist, sondern immer mehr die Arbeitsbedingungen, angefangen beim Um­feld am Arbeitsplatz bis hin zum sozialen und Servicekontext.

Im Projekt „Raum zum…“ war es Aufgabe, Konzepte, Szenarien, Räume, Produkte für eine Arbeitswelt zu entwickeln, die den Menschen und seine Bedürfnisse heute in den Mittelpunkt stellen.

Der Büromöbelhersteller Febrü aus Herford hatte zu einem Wettbewerb aufge­rufen, bei dem die drei Arbeiten, die diese Aufgabenstellung am besten umsetz­ten, ausgezeichnet werden – durchaus mit der Option, interessante Ansätze ge­meinsam mit den jeweiligen Verfassern weiterzuverfolgen.

Im Entwurfsprozess wurde dabei zunächst Selbstbeobachtung und die Beobach­tung anderer geübt: Was macht Arbeit heute aus, und wie wollen wir heute ei­gentlich arbeiten? Angefangen beim Büroumfeld, zu Hause, unterwegs … wo können und wollen wir uns konzentrieren, wo kommunizieren? Trennen wir Ar­beit und „Leben“? Und wenn ja, dann wo? Und wollen wir das so?

Die Ergebnisse zeigen Objekte, Räume und Umgebungen, die jeweils von den Studierenden formulierte Ansprüche greifbar werden lassen und Lösungen dafür anbieten. Acht der entstandenen Entwürfe werden in einer Ausstellung anläss­lich der Hausmesse bei Febrü Ende November 2014 gezeigt. Am 27.11. tagt die Jury, um die genannten Auszeichnungen zu vergeben.

Die Arbeiten zeigen sehr unterschiedliche Ansätze: Alexandra Broclawski und Kristina Herrmann verändern und erweitern mit ihren Möbelentwürfen die Nut­zungsmöglichkeiten von Büroräumen. Tatjana Bechthold gibt die Möglichkeit, Raum nach Bedarf unterschiedlich zu strukturieren. Johanna Julia Dorf schafft Raum für Kreativität, Nur Kaumi für Konzentration, Annabelle Sosnowski für Kommunikation, Anna Hollinderbäumer lässt das Büro zum Park werden und  Ramona Bautz schafft einen Arbeitsplatz für unterwegs. Alle haben gemeinsam, dass sie Arbeit nicht allein technisch-funktional und effizienzorientiert verstehen, sondern den Menschen Raum und Möglichkeiten geben, sich zu entfalten.

Die Jury hatte keine leichte Entscheidung zu fällen, da alle sieben Arbeiten in vielerlei Hinsicht interessante Lösungen vorschlugen, innovativ, gestalterisch überzeugend, forschend-experimentell, klar vom Konzept bis zum präsentierten Entwurfsergebnis und oft auch direkt umsetzbar. Nach ausführlicher Beurteilung aller Arbeiten anhand der genannten Kriterien entschied die Jury, drei gleichwertige Preise zu vergeben. Der Preis für das beste Design ging an Kristina Herrmann mit ihrem Möbel Freiraum, der für die größte kreative Leistung an Johanna Julia Dorf für das Sytem „Ideenküche“ und der Preis für die beste Realisierbarkeit an Alexandra Broclawski für ihr Polstermöbel „Ideenreich“.

Einige Auszüge aus den Beurteilungen der Jury 

Zu dem Gestaltungspreis für den Entwurf „Freiraum“ von Kristina Herrmann hieß es: Es gelingt in hervorragender Weise, aus einem auf außerordentlicher Beobachtung beruhenden Konzept eine eigenständige und in allen Belangen nachvollziehbare Gestalt zu entwickeln. Den Realisierungspreis für den Entwuf „Ideenreich“ von Alexandra Broclawski begründete die Jury mit dem Satz: Ein verblüffend kluger Entwuf, der viele nachvollziehbare Nutzungsmöglichkeiten birgt – und der zudem einfach umzusetzen ist. Zum Kreativreis für den Entwurf „Ideenküche“ von Johanna Julia Dorf lautete die Begründung: Die Ideenküche zeigt auf, wie die dringend benötigten Werkzeuge für Kreativarbeit tatsächlich beschaffen sein könnten, wenn sie konzeptionell durchgängig gedacht werden.

Hochauflösende Bilder

Für hoch aufgelöste Bilder klicken Sie bitte auf das jeweilige Vorschaubild.

Bildtext 1: Alexandra Broclawski mit dem Entwurf „Ideenreich“, der Nutzungsmöglichkeiten von Büroräumen erweitert. Foto: Alexandra Broclawski










Bildtext 2: Kristina Herrmann interpretiert den Raum als „Freiraum“. Foto: Kristina Herrmann
Bildtext 3: „Ferro“ von Tatjana Bechthold strukturiert den Raum nach Bedarf. Foto: Tatjana Bechthold
Bildtext 4: Johanna Julia Dorf skizziert mit ihrer „Ideenküche“ kreative Freiräume. Foto: Johanna Julia Dorf
Bildtext 5: Nur Kaumi kreiert „The Office Igloo“, der konzentriertes Arbeiten unterstützt. Foto: Nur Kaumi
Bildtext 6: Annabelle Sosnowski stellt Ihren „Salatkopf“ ins Zentrum der Kommunikation. Foto: Annabelle Sosnowski

Bildtext 7: Im „Park im Büro“ von Anna Hollinderbäumer fühlen sich Büro-Arbeiter wohl. Foto: Anna Hollinderbäumer
Bildtext 8: Ramona Bautz schafft mit „Comfortable“ einen angenehmen Arbeitsplatz für unterwegs. Foto: Ramona Bautz

Febrü

Febrü entwickelt und produziert am Standort Herford mit 170 Mitarbeitern Büromöbel. Die hohe Fertigungstiefe steht für ein breites Produktportfolio, das vom Arbeitsplatz über Stauraum, Konferenz bis hin zu Empfang, Lounge und Akustik reicht. Mehr Informationen unter www.februe.de

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