PR-Nr. 40200-0114-03/2014
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Lehmann setzt auf Nachhaltigkeit

Chromfarbige Oberflächen liegen im Trend. Um das als kritisch bewertete sechswertige Chrom im Veredelungsprozess zu vermeiden, setzt Lehmann seit Mitte des vergangenen Jahres Chrom III im Galvanikprozess ein. Mit dieser frühen Entscheidung gibt Lehmann Impulse und hebt die Herausforderung der Chrom VI-Substitution deutlich hervor.

Sechswertiges Chrom wird als erbgutschädigend sowie kanzerogen klassifiziert und kann allergische Hautreaktionen auslösen. Für das Schließsystem als Endprodukt hat das zwar keine Bedeutung, denn an der verchromten Oberfläche kommt Chrom VI nicht mehr vor, aber im Produktionsprozess, also in der Galvanisierung sind die Mitarbeiter der Chemikalie ausgesetzt. Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte, die auch die internationale Klientel des Möbel-Schließsystem-Spezialisten fordern, waren darüber hinaus gute Argumente, um das neue Chrom III-Verfahren intensiv voranzutreiben.

Dreiwertiges Chrom ist ein essentielles Spurenelement, nicht toxisch und – im Gegensatz zu Chrom Vl – in Wasser schwer löslich. Da vor der Umstellung die Verchromung der Komponenten nicht in der eigenen Galvanik durchgeführt wurde, konnte das neue Chrom III-Verfahren reibungslos in die Lehmann-Galvanik integriert werden. Vorangegangen waren aufwendige Laborversuche, um nach und nach den Prozess auf die Bauteile und Anforderungen von Lehmann abzugleichen. Nach nur zwölf Monaten konnte die Serienproduktion aufgrund der guten Ergebnisse anlaufen. Seit Mitte letzten Jahres werden Kunden mit der dreiwertig verchromten Oberflächen beliefert. Dass sich die Farbe der dekorativen Oberfläche kaum von der einer sechswertigen Verchromung unterscheidet, hilft bei der Argumentation für die neue Oberfläche. Denn das Produkt schont nicht nur die Umwelt, sondern sieht auch gut aus.

„Wir haben uns den zu erwartenden restriktiven Bestimmungen frühzeitig gestellt“, so die geschäftsführende Gesellschafterin Renate Schlüter. „Unsere Kunden fordern auch auf internationalem Niveau immer stärker Weiterentwicklungen und Innovationen, die zu der eigenen Nachhaltigkeitsphilosophie passen. Und ebenso schreiben deren Kunden aus Industrie und Handel sich das Thema auf ihre Fahnen. Schließlich spielt auch bei den Benutzern der Büromöbel das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle.“
Anmerkung zu Chrom VI:
Chrom VI wird seit Jahren kritisch diskutiert: Nach der RoHS-Richtlinie dürfen seit dem 1. Juli 2006 neu in Verkehr gebrachte Elektro- und Elektronikgeräte in der gesamten Europäischen Union kein Chrom VI enthalten. Für die Automobilbranche gilt das Verwen-dungsverbot seit 2007. Am 15. Dezember 2010 wurde Chrom VI in die REACH-Liste der EU aufgenommen, die „besorgniserregende“ chemische Substanzen aufführt. Die europäische Chemikalienagentur (ECHA) startete Anfang 2013 eine öffentliche Konsultation zu ihrem Entwurf eines Verbotes von Chrom VI in Lederartikeln. Planungen laufen, das seit langem bestehende deutsche Verbot von Chrom VI in Lederartikeln zu übernehmen.

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Bildtext: Drehgriff aus dem Lehmann-Programm mit designorientierter chromfarbiger Oberfläche. Die dreiwertig verchromte Oberfläche unterscheidet sich in der Farbe kaum von einer sechswertigen Verchromung. Foto: Lehmann

Lehmann

Als einer der führenden europäischen Hersteller für mechanische und elektronische Möbel-Schließsysteme mit rund 300 Mitarbeitern und Stammsitz in Minden/Westfalen entwickelt und produziert Lehmann seit 1962 hochwertige Produkte für die möbelherstellende Industrie, zu denen die Branchen Büromöbel, Lager- und Betriebsausstattung, Laden-/Innenausbau, Wohn- und Schlafraummöbel, Hotel- und Objekteinrichtung, Gesundheitswesen sowie Caravan- und Bootsbau zählen. Mehr Informationen unter www.lehmann-locks.com

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