MSWW Insights

40 Jahre MSWW PR-Agentur

Wilfried Wadsack(Januar 2012) Als sich Wilfried Wadsack vor 40 Jahren mit seinem Marketing-Service in Hamburg selbständig machte (2. Januar 1972), konnte er nicht ahnen, dass seine Agentur einmal zu einer stets im Hintergrund arbeitenden festen Größe in der Möbelbranche zählen würde. Meilensteine auf diesem Weg waren seine 16-jährige Tätigkeit als Pressesprecher des Bundesverbandes des deutschen Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels (BVDM), Köln, sowie zahlreiche Marketingkonzeptionen für Industrie, Handel und Einkaufsverbände. PR-Etats für führende Unternehmen in der Möbel- und Küchenmöbelbranche und im Zulieferbereich sowie internationale Aktivitäten mit Branchenverbänden und Fachpresse runden das breite Spektrum ab, aus dem die Agentur ihre Kompetenz schöpft.

Aus den bescheidenen Anfängen der One-Man-Show entwickelte sich aus dem in Bad Oeynhausen angesiedelten Möbel-Kultur-Verlagsbüro bis Mitte der 1970er Jahre ein Agenturteam, das sich in den Bereichen Public Relations, Marketing und Werbung engagierte. Zu den ersten Kunden zählten Anno Dom in Bad Oeynhausen und Nieburg Küchen in Löhne. Da die Agentur anfangs auch den Bereich Werbung mit ihrem Leistungsportfolio abdeckte, beschäftigte Wilfried Wadsack neben Mitarbeitern für Redaktion und organisatorische Aufgaben bis Mitte der 1980er Jahre auch zwei Graphiker.

Auf internationalen Wegen

Marketingstudien für die Stadt Freudenberg sowie für Ostwestfalen-Lippe im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit, Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, folgten ab Mitte der 1980er Jahre internationale Auftraggeber. Im Auftrag der EU-Kommission in Brüssel übernahm Wilfried Wadsack den Know-how-Transfer in ASEAN-Staaten. Für den ICEX Instituto de Comercio Exterior, Madrid, war er beratend tätig, veranstaltete Seminare und erarbeitete Marktstudien. 1985 erschien das von ihm gemeinsam mit einem externen Journalistenteam erarbeitete Handbuch der Küche für den MHK-Verband. Ende der 1980er Jahre wurde aus Marketing Service Wilfried Wadsack die Marketing + PR-Service GmbH. In dieser Zeit und maßgeblich mit dem PR-Etat für Poggenpohl war die Agentur gefordert, ein internationales Agenturnetz aufzubauen. Mit Partneragenturen in den USA, in Japan, England, Frankreich, Italien, Spanien, der Schweiz und in Österreich sowie später in Tschechien, Polen und Schweden wurde der Grundstein für die internationalen PR-Aktivitäten der Agentur gelegt. In der Folge entstanden Verbindungen zur europäischen Fachpresse sowie Medien in den USA und in Kanada. Daraus entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit, in die Wilfried Wadsack als freier Autor sein Wissen über den deutschen Küchenmöbel- und Möbelmarkt einbrachte. Mit Bernhard Verriès, dem Gründer der renommierten französischen Küchenfachzeitschrift „L’Officiel des Cuisinistes“ startete MSWW eine intensive Zusammenarbeit. Der Visionär Verriès verfolgte bereits in dieser Zeit die Idee, die Küchenbranche zu internationalisieren. Für seine damals revolutionären Visionen, zu denen die Gründung eines Clubs der europäischen Küchenspezialisten unter Einbeziehung der Verbände und der Fachpresse auf internationaler Ebene ebenso gehörten wie die Ausrichtung internationaler Kongresse, Tagungen, Marketingpreise für Handel und Industrie, war die Zeit und die Branche in den frühen 1990ern noch nicht reif. Wilfried Wadsack: „Trotzdem hat unsere kleine „Denkfabrik“ Spaß gemacht. Unsere Ideen und Visionen waren genau richtig, aber leider noch viel zu früh. Erst heute gehört das zunehmend internationale Engagement von Verbänden, Messen, Kongressveranstaltern und der Fachpresse zum Branchenalltag.“

Bei der allgemeinen Computerisierung, die in den 1980er Jahren begann, war MSWW von Anfang an dabei. 1988 verfügte jeder Arbeitsplatz über einen Computer, die untereinander vernetzt waren. Die technischen Entwicklungen sollten in den Folgejahren zunehmend die Agenturarbeit bestimmen, auch wenn 1990 das Ausmaß der digitalen Explosion, wie sie heute erlebt wird, nicht vorhersehbar war. Mit dem Online-Dienst CompuServe startete MSWW in den 1990er Jahren ins Internet, lange bevor der erste WWW-Auftritt an den Start ging. Ende der 1990er Jahre ersetzte Outlook den Online-Dienst. 2001 erblickte die MSWW-Website das Licht der Welt. Der Clou: Das Internet-Pressearchiv inklusive Recherchemaske, worauf bis heute Journalisten gezielt oder per Abonnement uneingeschränkt zugreifen können.

Kleines Team und renommierte Kunden

MSWW-Büro in der Bismarckstraße in Bad OeynhausenDas Team von MSWW PR-Agentur Redaktionsteam Wilfried Wadsack e.K., wie sich die Agentur seit September 2011 nennt, war immer klein. Die ersten Schritte erfolgten vom Homeoffice aus. Mitte der 70er Jahre zog die Agentur in die Bahnhofstraße in Bad Oeynhausen, 1983 in die Schulstraße. Von dort aus ging es 1991 in die Bismarckstraße, wo die PR-Agentur seitdem arbeitet. Neben Anno Dom und Nieburg zählten Bosch-Hausgeräte (PR-Ressort-Einbauküchen), Poggenpohl, SieMatic, MEK-Küchen, Musterhaus Küchen Verband (MHK), Imperial, Küppersbusch, EGO, Blanco, De Dietrich, Assmann, Steffen, Nehl, Treca, Kampa, FB-Möbeltüren, Isovolta, Wirus-Bauelemente sowie die Hettich-Gruppe zu renommierten PR-Kunden.

Dazu kam von 1983 bis 1998 das Engagement von Wilfried Wadsack als Pressesprecher des BVDM. Neben der Kernkompetenz Möbel- und Einrichtungsbranche sowie der angegliederten Zulieferbranche sammelte die Agentur mit Dahli-Kuchen Erfahrungen im Foodbereich. Den medizinischen respektive Pflegebereich bearbeiteten Wilfried Wadsack und sein Team mit Kunden wie Blanco (Medizintechnik), Stiegelmeyer und Wissner-Bosserhoff. Lear Nosag mit Sitzen für die Automobilindustrie und Corning France mit seiner augenoptischen Sparte waren ebenfalls bis dahin unbekannte Umfelder, „in denen man sich neu sortiert und im Idealfall Dinge anstößt, so dass man nicht in alten Strukturen verharrt“, so Wilfried Wadsack.

Von links: Cornelia Hackenbruch, Wilfried Wadsack, Bianca Schmand-HannemannArbeiten für Verlage und Buchveröffentlichungen komplettieren das breite Aufgabenspektrum, in dem sich die Agentur seit 40 Jahren bewegt. Wie das alles zu bewältigen war, fragt sich der Agenturgründer heute und gibt auch gleich die Antwort: „Mit einem kleinen, aber hoch motivierten, flexibel und effizient arbeitenden Team.“ Aktuell arbeitet Wilfried Wadsack zusammen mit Cornelia Hackenbruch und Bianca Schmand-Hannemann für die Garant-Möbel-Gruppe, Rheda-Wiedenbrück, für die Schneeweiss AG, Schmieheim, für Hukla, Gengenbach, Lehmann, Minden, Resopal, Groß-Umstadt, Caresse Holzmanufaktur, Niedernhausen, Ulrich Eggert Consulting, Köln, und Clarion Events Deutschland, Bielefeld.

Pressearbeit 2.0

Ja, und was gibt es sonst noch? „Das digitale Zeitalter ist in Lichtgeschwindigkeit über uns hineingebrochen. Wir telefonieren und chatten mit Voice over IP und Skype. Unsere Website erfuhr gerade den 3. Relaunch, wir haben einen eigenen Blog und sind auf Facebook, Xing, Linkedin und Twitter aktiv“, kommentiert Wilfried Wadsack. Die Agentur spielt ganz selbstverständlich auf der Klaviatur von Social Media mit. Durch Weiterbil¬dungsmaßnahmen mit der Social Media Akademie stieg das MSWW-Team in das Thema ein, um neue Möglichkeiten auszuloten und in der Praxis zu experimentieren. „Das ist harte Arbeit, macht aber auch viel Spaß“, sagt der Firmengründer, für den die vernetzte Welt nicht nur ein Trendthema ist, sondern eine echte Herauforderung darstellt, wenn das sich bietende Potenzial effizient für die Kommunikation genutzt werden soll. Disziplin, ein gutes Zeitmanagement und die permanente Bereitschaft, sich auf neue Dinge einzulassen, gehören zu den Voraussetzungen, um sich den Anforderungen von „Pressearbeit 2.0“, sprich dem Mix aus klassischer PR und Social Media, zu stellen.

„40 Jahre MSWW, das war und ist spannend, bewegend und abwechslungsreich. Wir haben mit den Entwicklungen Schritt gehalten und waren so manches Mal sogar einen Schritt voraus. Was jedoch damals wie heute uneingeschränkt gilt, sind Vertrauen, Verantwortung und Einsatzbereitschaft als Basis, auf der sich die Zusammenarbeit mit den Kunden auf der einen Seite und den Journalisten auf der anderen Seite aufbaut“, lautet das Fazit des Agenturinhabers.


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